Meinungen unserer Absolvent(inn)en

Ausschnitte aus Absolvent(inn)enbefragungen

Von Zeit zu Zeit befragen wir unsere Absolvent(inn)en, die nach dem Studium schon eine gewisse Zeit im Beruf verbracht haben dazu, was sie heute, also mit etwas Abstand, über das Informatik-Studium in Düsseldorf denken. Im Folgenden ist eine Auswahl der Antworten wiedergegeben. Neben den hier vor allem positiven Stimmen gab es im Einzelnen auch etwas Kritik, die wir immer konstruktiv in unseren ständigen Prozess der Qualitätskontrolle zur Verbesserung und Weiterentwicklung der Informatik-Studiengänge einfließen lassen.

Allen Absolvent(inn)en wurden die gleichen Fragen gestellt, die hier aufgeführten Antworten beziehen sich auf die Fragen:

  • Was hat Ihnen am Informatik-Studium in Düsseldorf gut bzw. besonders gut gefallen?
  • Ich welcher Branche sind Sie heute tätig, und welche Informatiker-typischen Aufgaben haben Sie in Ihrem Unternehmen?
  • Was hat Ihnen aus dem Informatik-Studium am meisten für den Berufseinstieg bzw. das Berufsleben genützt?


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Michael W., M.Sc.
Abschluss: 09/2008
 

Ich habe den Eindruck, dass die Uni Düsseldorf im Bereich Informatik, aufgrund des noch relativ jungen Studiengangs, besonders qualifiziertes Personal bieten kann.

Ich habe nach dem Studium bei dem Unternehmen angefangen, bei dem ich schon während des Studiums als Student gearbeit hatte. Meine Aufgaben sind recht vielfältiger Natur. Programmieren, Planen, Analysieren und auch Projektverwaltung sowie etwas Kundenkontakt gehört zu meinen Aufgabengebieten.

Das Unternehmen beschäftigt Softwaretechnik-Spezialisten verschiedenster Fachrichtungen, die meisten in den Bereichen: Softwareentwicklung, Datenbanken, Netzwerktechnik. Das liegt daran, dass das Unternehmen sich mit Mobilkommunikation beschäftigt. Unsere Standorte sind in Deutschland konzentriert, aber es gibt selbst Niederlassungen und Partner in Polen, USA, Russland, China ... Wir reden hier zwar alle Deutsch miteinander, aber im Kontakt mit Kunden kommt auch immer wieder Englisch zum Einsatz. Von der organisatorischen Struktur ist hier alles relativ horizontal ausgerichtet. Jeder kann mit jedem reden, und jedem wird auch geholfen, sofern möglich.

Für den Beruf sind vor allem meine gute Ausbildung im Bereich Netzwerktechnik sowie meine nicht vorhandene Scheu auch kompliziertere Probleme an der Wurzel zu packen sehr nützlich.


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Wajiha A., M.Sc
Abschluss: 08/2008
 

Das Informatik Studium an der HHU hat mir sehr gut gefallen. Besonders, dass es zu jeder Klausur nach kurzer Zeit eine Nachklausur gab. In einigen Universitäten ist dies nicht der Fall und man muss ein Semester warten, daher dauert das Studium dort länger. Außerdem fand ich die Übungen zu den Vorlesungen sehr hilfreich als Vorbereitung für die Klausur.

Ich arbeite als Systemingenieurin bei einem Mobilfunkunternehmen in Düsseldorf in der Abteilung Core Network. Unser Team erstellt die Systemdaten für die Core Netzkomponenten. Die Planungen dazu liefern die Netzwerkplaner von den anderen Teams innerhalb der Abteilung. Wir liefern unsere Systemdaten an eine andere Abteilung, die sie in den Netzkomponenten einspielt. (Core Netzkomponenten: BSC, MSC/VLR, HLR, RNC, SGSN, GGSN usw.). Durch diese Aufgabenverteilung habe ich viel Kontakt mit den Netzwerkplanern und den Kollegen, die die Systemdaten in die Netzkomponenten einspielen.

Die meisten Kollegen haben Nachrichtentechnik studiert und einige Informatik, es gibt demnach keine besonderen Anforderungen um mit den Kollegen zu kommunizieren. Am Anfang ist es natürlich etwas schwierig, da man erstmal eingearbeitet werden muss. Das Grundwissen habe ich im Studium erlangt, so dass es mir nicht schwer fiel die Aufgaben, die mir zugeordnet worden sind, schnell zu verstehen und gute Ergebnisse zu liefern.

Das Wissen aus dem Studium über Rechnernetze und Mobilkommunikation kann ich sehr gut bei meinem Beruf anwenden.


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Ira V., M.Sc
Abschluss: 01/2008
 

Besonders gut gefallen am Informatik-Studium in Düsseldorf hat mir die Möglichkeit zur Mitbestimmung des Studiums und der direkte Kontakt zu den Professoren, der wohl leider so nicht in jedem Studiengang üblich ist, dass man mit seinen Problemen nicht allein gelassen wurde, dass so viele Tutorien angeboten wurden, und die Arbeit in der Fachschaft. Klausuren am Semesterende und Nachklausuren am Semesteranfang haben für die, die bestanden haben, frei verfügbare Semesterferien gelassen, für die, die durchgefallen sind, 2 Monate Zeit zum Lernen. Das war sehr motivierend :) Das Erasmus-Semester. Die Möglichkeit, Kurse vorzuziehen, und sich somit für spätere Semester etwas mehr Freiraum zu erarbeiten.

Ich übe jetzt einen Ingenieursberuf in einem Forschungsunternehmen aus. Generell handelt es sich dabei um keinen direkt Informatiker-typischen Beruf, und viele Kenntnisse dafür musste ich mir erst erarbeiten. Die ein oder andere Programmiersprache benutze ich gelegentlich als Werkzeug (vor allem Matlab und PL/SQL). Einen Großteil der Aufgaben löse ich mit einem Simulationstool, welches auf der finite Elemente-Methode beruht. Kenntnisse der Informatik und Mathematik helfen mir beim tieferen Verständnis der Simulationen. Berichte schreiben erinnert mich an meine Abschlussarbeiten.

Wenn ich Kontakt zu Kollegen/Kunden habe, habe ich immer etwas Angst, dass man mir zu sehr meine Unwissenheit in der Ingenieursbranche anmerkt und mich direkt für inkompetent hält (vor allem als Frau), deswegen versuche ich selbstbewusst darzustellen was ich kann (hab ich mir auch im Studium abgeguckt). Hilfreich ist natürlich, dass ich auch jeden Tag mehr in diesem Bereich lerne.

Dass die Masterarbeit schon im Betrieb geschrieben werden konnte, hat den Einstieg erleichtert, und die Schwelle vom Studium zum Beruf war kaum merkbar. Die Herangehensweise an Probleme, die ich im Studium erlernt habe, hat mir schon sehr viel geholfen. Generell die Fähigkeit zum wissenschaftlichen Arbeiten. Die mathematische Ausbildung, auch wenn ich vieles verdrängt habe. Das Durcharbeiten von Papern hat meine Englischkenntnisse entscheidend verbessert.


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Benjamin T., M.Sc.
Abschluss: 09/2007
 

Nette und hilfsbereite Dozenten ...
das Erlernen von wissenschaftlichem Arbeiten ...
logische Gliederung/Aufbau des Studiums ...
Der Umfang (Anzahl Wochenstunden) war genau richtig.

Ich bin Software-Ingenieur bei einem Softwareberatungs- und -entwicklungsunternehmen, seit 1,5 Jahren in einem Projekt für die Polizei NRW und übe dort folgende Tätigkeiten aus: Wartung und Erweiterung diverser Softwareprodukte (Konzeption & Implementierung), Beratung, Anwendersupport.

Für den Berufseinstieg und im Beruf haben mir aus dem Studium Vorlesung und Übung zu Datenbanken und das Programmierpraktikum (inkl. Konzeption mit der UML) am meisten genützt.


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Andreas T., M.Sc.
Abschluss: 06/2007
 

Sehr gut gefallen hat mir der ungezwungene Kontakt zwischen Lehrpersonal (sowohl Professoren als auch Doktoranden...) und Studenten. Es war eigentlich jederzeit möglich spontan Fragen/Probleme klären zu lassen bzw. kurzfristig Termine für längere Angelegenheiten zu bekommen. Vorlesungen waren oft nicht nur Monologe des Professors, sondern oft genug wurden die Studenten mit eingebunden oder es war zumindest problemlos möglich Zwischenfragen zu stellen, die dann im allgemeinen auch bis zur Zufriedenheit der Fragesteller beantwortet wurden. Übungen / Praktika waren meist auch eher dialogorientiert, so dass auch bei Verständnisproblemen diese, soweit möglich, beseitigt wurden.

Ich arbeite jetzt seit dem Studium bei einem Technologie- und Service-Unternehmen für Telekommunikationsnetze in Düsseldorf. Aufgaben sind hier unter anderem: Server Administration, Kundensupport, Scripting, Integration neuer Produkte.

Englisch in Wort und Schrift ist absolute Pflicht, da mit Kollegen aus aller Welt zusammengearbeitet wird und somit Englisch die Unternehmenssprache ist. Aber auch mit Kunden (auch mit deutschen) wird relativ häufig in englischer Form kommuniziert, damit im Nachhinein auch englischsprachige Kollegen die schriftliche Kommunikation nachvollziehen können. Teamfähigkeit ist ebenfalls sehr wichtig, da es kaum Projekte für einzelne Personen gibt.

Für die berufliche Tätigkeit hat mir die Arbeit am Lehrstuhl für Rechnernetze neben den Rechnernetze/Mobilkommunikationsvorlesungen besonders genützt, da mein jetziger Job genau in diesem Umfeld angesiedelt ist.


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Agata R., M.Sc.
Abschluss: 05/2007
 

Besonders gut hat mir der Kontakt zu Professoren und Dozenten gefallen, die sehr persönlich und einfach zugänglich waren; man konnte sich mit jeder Frage auch außerhalb der Vorlesung an diese wenden.

Seit Oktober 2008 bin ich in der Unternehmensberatungsbranche tätig. Dort bin ich als Consultant im Bereich Business Intelligence (Team: Data Warehouse/Datenintegration) beschäftigt. Informatiker-typische Aufgaben, mit denen ich in meiner täglichen Arbeit zu tun habe, sind: Analyse der IT-Systeme und der Anforderungen bei Kunden, Data Warehouse Design, ETL Deisgn, ETL-Prozess Implementierung, Reporting, Test.

In meiner Branche ist Menschenkontakt sehr wichtig. Nicht nur mit eigenen Arbeitskollegen, sondern vor allem mit den Kunden, bei denen ein Projekt realisiert wird. Dabei gibt es besondere Anforderungen um sich immer in einem neuen Umfeld schnell zurecht zu finden, neue Systeme, neue Themen und Prozessabläufe beim Kunde zu verstehen. Dabei wird man oft mit Themen konfrontiert, die nicht unbedingt mit Informatik zu tun haben, wie z.B Prozesse in einer Firma in der Telco-Branche, Produktionsablauf in einem Pharmaunternehmen, GuV Kostenrechnung, Planung.

Am meisten für das Berufsleben haben mir die praxisbezogenen Veranstaltungen genutzt, wie z.B. das Programmierpraktikum.


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Mehmet K., M.Sc.
Abschluss: 04/2007
 

Die schnelle Erreichbarkeit der Dozenten fand ich sehr gut. Die meisten Vorlesungen waren auch gut.

Ich arbeite jetzt an einem Universitätsklinikum: Integration eines elektronischen Narkosenprotokollsystems und dessen Pflege. Dabei habe ich kleine Programmieraufgaben, wie Änderung bzw. Anpassung der Stammdaten, Implementierung des XML-Ausdrucks etc.

Wenn man in einem Unternehmen neu anfängt, existiert schon ein laufendes System. Daher ist es normal, dass man am Anfang nicht den ganzen Überblick hat. Deshalb sind Kommunikationsschwierigkeiten ganz normal. Bei mir fehlten und fehlen immer noch einige Fachwörter oder Details zur Funktionsweise eines Systems. Ich denke aber nicht, dass es an meiner Ausbildung liegt sondern an meiner Praxiserfahrung. Ich kann mich nicht mit jemandem vergleichen, der schon seit Jahren die gleiche Arbeit macht. Ich hatte auch die Gelegenheit Kollegen kennenzulernen, die theoretisch alle Fachwörter wussten und verwendeten, aber das ganze nicht in der Praxis umsetzen konnten. Besondere Schwierigkeit habe ich z.B. bei medizinischen Fachwörtern. Die Kollegen sind aber sehr hilfsbereit und helfen mir dabei.

Im Beruf bzw. beim Berufseinstieg haben mir besonders die Grundlagen der Informatik geholfen, da ich dabei auch logische Denkweise gelernt habe. Unsere Projektarbeit hat mir auch sehr geholfen, weil ich dabei gelernt habe, wie man ein Problem gemeinsam lösen kann.


Eine Weiterverwendung der auf dieser Web-Seite befindlichen Texte und Fotos ist nicht zulässig bzw. bedarf der expliziten Zustimmung der Urheber(innen), d.h. der von uns befragten Absolvent(inn)en.
    Donnerstag, 17. 05. 2012


Adresse

Institut für Informatik

Heinrich-Heine-Universität
Gebäude 25.02, 25.12 und 25.13
Ebene 02 u. 01

Universitätsstr. 1
40225 Düsseldorf


Letzte Änderung: 02.03.2010, 17:32
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